Street Style 1906 – Hip in Kensington

Street Style Blogs – die man heute zu fast jeder größeren Stadt findet – waren Anfang des zwanzigsten Jahrhunderts noch kein Thema. Klar, gab ja auch noch kein Internet in den frühen 1900ern.

Gar nicht neu

Doch so modern ist die Idee gar nicht, denn der britische Zeichner, Karikaturist und Illustrator Edward Linley Sambourne machte in Kensington schon in den Anfangsjahren des zwanzigsten Jahrhunderts tausende Fotos von „eleganten Damen“. Seine Frau soll ihrem Tagebuch sogar anvertraute haben, dass bei ihrem Mann die Sache mit dem Fotografieren bald mehr Obsession als Hobby ist.

Street Style 1906: "Edward Linley Sambourne modelling"
Edward Linley Sambourne modelling 10 Jan 1895“ by Heritage123 – Scan of orignal photograph at 18 Stafford Terrace, Royal Borough of Kensington & ChelseaPreviously published: pic.twitter.com/zB4D4OTpwu. Licensed under CC BY-SA 3.0 via Wikipedia.

Der erste Street Style Blog

David Walker, Bibliothekar der Kensington and Chelsea Local Studies collection am Kensington Central Library, hat schon vor einiger Zeit in seinem Blog The Library Time Mashine den Beitrag Street style 1906: Edward Linley Sambourne’s fashion blog veröffentlicht und damit wohl über den ältesten „Street Style Blog“ geschrieben.

Nachtrag

Weil die Bilder im ersten Beitrag soviel Anklang fanden, hat David Walker noch weitere veröffentlicht: Return of the Edwardian sartorialist – Sambourne’s Kensington street styleAn Englishman abroad: Sambourne in HollandParis street style 1906: Linley Sambourne goes abroad und Beach style 1906 : Linley Sambourne at the seaside.

 

Ingwardsen wieder Online

Es ist vollbracht! Die Dokumente, die wir über den Mariner und Luftschiffer Peter Ingwardsen schon einmal online hatten sind es jetzt wieder.

Nach vielen Experimenten mit verschiedenen Content-Management-Systemen, habe ich mich dann doch dazu entschlossen, alles hier im Blog abzubilden. In der Weihnachtspost muss die erste Seite noch einmal eingescannt werden – die ist durch das verschieben leider beschädigt worden.

Im Brief aus Hong-Kong vom 30. April 1905 fehlen die Scans noch komplett, aber auch das wird in den nächsten Tagen nachgereicht.

Gibt es auch was Neues über Peter Ingwardsen ?

In den nächsten Tagen werde ich, neben den oben schon angesprochenen Scans, auch noch ein paar Informationen zum geschichtlichen und geographischen Hintergrund einstellen, die ich beim Lesen in den letzten Monaten aufgetan habe.

 

Nauticus 1912

Das Antiquariat Rainer Kurz räumt im Februar sein Lager ein wenig auf. Für mich also mal wieder ein prima Grund im ZVAB zu stöbern. Und wie so oft fand ich wieder etwas spannendes.

Abb.: Nauticus 1912 , Jahrbuch für Deutschlands Seeinteressen
Nauticus, Jahrbuch für Deutschlands Seeinteressen, 14. Jahrgang: 1912

Heute kam ein gut erhaltenes, über hundert Jahre altes Buch bei mir an: der Nauticus 1912. Und beim ersten durchblättern, gleich die erste Überraschung! Der „Sperber“, also das Kanonenboot auf dem Peter Ingwardsen 1904 als Signalgast Dienst tut und von dem er in seinem Brief aus Tsingtau im Sommer 1904 berichtet, wurde im Jahr 1911/12 aus der Liste der Kriegsschiffe gestrichen. Mal sehen, was sich noch alles findet….

Peter Meyer- Luftschiffe

Ich liebe ja das  Zentrale Verzeichnis Antiquarischer Bücher, kurz ZVAB. Eine herrliche Fundgrube, in der ich stundenlang stöbern kann. Frauen in Schuhgeschäften sind dagegen harmlos! (5 Euro in die Matcho-Kasse. Erledigt.)

Buchtitel P. Meyer: Luftschiffe

Vor einigen Tagen konnte ich Peter Meyers Buch „Luftschiffe – Die Geschichte der deutschen Zeppeline“ antiquarisch erstehen. Vielleicht finde ich darin noch eine Neuigkeit über den Luftschiffer Ingwardsen oder über den „Moltke-Flug“ über Barmstedt….